ptank.de :: News-Archiv 2026 VIII

Kurz gemeldet # 1

Sieger DPV Masters Nr. 2/26 > Sylvain Ramon, Marc Wildeboer, Didier Fifi.

travemünde

Ende eines DPV Masters

Trotz Sonne und dichtgedrängter Zuschauer: Das erhoffte sportliche Highlight war das Holstentor-A-Finale 2026 am MO 03.08. im Travemünder Brügmanngarten keineswegs. Ohne den zum Masters nach Spanien abgereisten Matthias Laukart, also mit nur vier Kugeln, mussten sich Sönke Backens und Robin Stentenbach in ihr absehbares Schicksal (1:13) fügen, konnten die im Trikot des Lübecker BC spielenden Didier Fifi, Sylvain Ramon Marc Wildeboer an ihrem Sieg wenig Gefallen finden. Zur besonderen Konstellation dieses Endspiels siehe die Erklärungen des Veranstalters und von Sönke Backens weiter unten.

A Didier Fifi, Sylvain Ramon, Marc Wildeboer 13
Sönke Backens, Robin Stentenbach (4 Kugeln) 1
B Marec Basler / Lukas Rüter / Julia Reimers (NRW) 6
Lisa Bischoff / Christian Birk / Victor Bockelmann (Hess) 13
C Anja Deubel / Carsta Glaser / Hannes Eberspach (RhPf) 0
Z. P. Andriamanantenasoa / Z. Randrianarisoa / L. S. Tiana 13
D Eric Ivstrand Jonsson / Anton Aletorn / Thomas Bursell 13
Anni und Claus Hejendorf Kulmback / Thilo Leander Clausen 11

Selbst WebTV-Kommentator Hein Fuhrmann wünschte das schnelle Ende der in seinen Worten „unwürdigen“ Veranstaltung herbei. Ihm zufolge hätte Matthias Laukart seinen Spanien-Flug noch erreichen können, wenn das 3:3-A-Finale zeitlich mit dem 2:2-A-Finale getauscht hätte, also auf 9:00 Uhr vorverlegt worden wäre.

Quellen, Screenshot: boule4you, petanque-online.de, Foto: Romi Rohlfs – 03.08.2026

travemünde

Spanischer Triumph im 2:2

Erstmals wurden die Finals beider Holstentorturniere von nachmitternächtlicher Stunde auf den Montagvormittag verlegt. Vorteile: Tageslicht, mehr Volk auf der Tribüne, und mit dem NDR-Fernsehen regte sich sogar mediales Interesse. Hier die Resultate:

A Oscar Hodonou / Moustain Adeniyi (Lübecker BC) 7
Miguel Moreno Riojas / Jorge Martinez Pladelasala (SPA) 13
B Paul Franke / Daniel-René Rathe (Foto u.) 13
Remko de Jong / Sandra Guilleron (NED) 7
C Henrik Vedel / Jean Claude Aissa (DEN) 13
Tom Wierzoch / Thomas Boensch (NRW, Foto u.) 7
D Anette Ramm-Ericson / Mikael Larsson (SWE) 13
Rasmus Elvekjær / Sebastian Bidstrup (DEN) 7

Die Entdeckung des Turniers und auch dessen Sieger waren Miguel Moreno Riojas und Jorge Martinez Pladelasala aus Malaga. Im Finale ließen sie sich von einem 1:6-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Sechs Treffer in der letzten Aufnahme, darunter drei Sur-places, besiegelten den Silberrang ihrer Lübecker Gegner.

Paul Franke (Elbe PC) und Daniel Rathe gewannen die B-Konkurrenz. Letzterer war – als Mitglied der SG Letter – einziger NPV-Spieler unter jenen 39 Aktiven, für die Travemünde erst am Montag zu Ende ging.

Neuerdings nicht mehr peinlich, im S04-Outfit in der Fremde aufzulaufen: DPV-DM-Beauftragter Tom Wierzoch und Thomas Boensch erreichten für Balistique Gelsenkirchen das C-Finale.

Quellen: boule4you, petanque-online.de, Fotos: Gisela Hintzmann – 03.08.2026

travemünde

Erklärung des Veranstalters zum Turnierabschluss am Montag
und eine Wortmeldung von Sönke Backens

Hier im Wortlaut ein Statement der CdB Lübeck:

Ein Spieler eines für das Finale qualifizierten Teams muss das Holstentorturnier vorzeitig verlassen, um an der Turnierserie Masters de Pétanque teilzunehmen. Das Team kann daher am vorgesehenen Finaltag nicht mehr vollständig [antreten].

Wir haben großen Respekt vor den sportlichen Leistungen des Spielers und vor der hochkarätigen Turnierserie Masters de Pétanque. Gleichzeitig bedauern wir sehr, dass wir erst während des laufenden Turniers über die vorzeitige Abreise informiert wurden.

Die Verlegung der Finalspiele auf den Folgetag war von Beginn an Bestandteil unseres veröffentlichten Turnierkonzeptes. Für diesen Finaltag entstehen dem Verein erhebliche zusätzliche Kosten, die nicht durch Organisationspauschalen oder zusätzliche Startgelder gedeckt werden. Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben sich außerdem darauf eingestellt, den Spielerinnen und Spielern sowie den Zuschauern einen würdigen und attraktiven Finaltag zu ermöglichen.

Durch die kurzfristige Abreise wird den Zuschauern ein sportliches Highlight genommen. Auch bei vielen unserer ehrenamtlich Engagierten hinterlässt die Situation verständlicherweise Enttäuschung.

Nach intensiver Diskussion haben wir uns dennoch entschieden, an der angekündigten und für alle Teams gleichermaßen geltenden Turnierplanung festzuhalten.

Wir bitten um Verständnis für diese Entscheidung.

Die Turnierleitung
Holstentorturnier 2026

Und hier die Wortmeldung von Sönke Backens, der vor dem Triplette-A-Finale mit nur einem Spielpartner (Robin Stentenbach) dasteht::

Zum Zeitpunkt unserer Anmeldung war noch nicht absehbar, dass unser dritter Spieler aufgrund seiner Teilnahme an der Masters de Pétanque-Serie in Spanien heute verhindert sein würde. Als dies einige Zeit vor Turnierbeginn feststand, hätten wir den Turnierveranstalter frühzeitig informieren und gemeinsam nach einer Lösung suchen sollen.

Ehrlich gesagt hatten wir nicht damit gerechnet, zum dritten Mal in Folge das Finale zu erreichen.

Wir möchten uns ausdrücklich beim Veranstalter sowie bei allen Zuschauerinnen und Zuschauern entschuldigen. Uns ist bewusst, dass ein Finale im Triplette mit vier statt sechs Kugeln nicht den sportlichen Rahmen bietet, den sich alle Beteiligten wünschen.

Unabhängig davon werden wir alles geben und hoffen, dass es trotz dieser besonderen Situation ein spannendes, faires und unterhaltsames Finale wird.

Quellen: Matthias Rehberg, Sönke Backens – 03.08.2026

Souveräner Parcours durchs A-Turnier: Oscar Hodonou und Moustain Adeniyi

Travemünde

Doublette-Splitter

Lübecker Oscar Hodonou und Moustain Adeniyi im A-Finale gegen
Miguel Moreno Riojas und Jorge Martinez Pladelasala (Malaga)

Humorlos. – 13:0, 13:0, 13:0. Mit diesen Resultaten eilten Oscar Hodonou und Moustain Adeniyi (Lübecker BC) vom A-1/32- ins A-1/4-Finale, wo ihnen die Backens/Laukart-Bezwinger Dominique Tsuroupa und Jean-François Mores den Lübeckern immerhin vier Punkte abtrotzten.

Trainerduell. – Sebastian Lechner, DPV-Cheftrainer, kam im A-1/16-Finale auf (immerhin?) zwei Punkte gegen den früheren Frauen-Bundestrainer Sönke Backens. So kann sich Lechner nun der Sichtung seiner noch nicht eliminierten Kaderspieler widmen.

50 Duos. – Für ein paralleles „Miniturnier“ in Travemünde hatten sich (offenbar auf Initiative des TSV Krähenwinkel) 50 Teams gemeldet, die beim Haupt-Event nicht starten durften oder mochten.

Hello again. – Gestern erreichten sie gemeinsam das A-Finale, heute spielen Marc Wildeboer und Didier Fifi schon in A-Runde 1 gegeneinander (mit Chris Westphal bzw. mit Anna Lazaridis).

Markus HimkenDer Digitalisierer. – Markus Himken (KfK Münster, re.) tummelt sich mit Partner Michael Rieck im D-Turnier (Team 56). Er darf trotzdem jubeln: Seine Turnier-Software besteht in Travemünde ihren bisher größten Praxistest – und zwar mit Bravour.

Ab ins B. – Oranje-Nationalspieler Kees Koogje ist mit Partner Tim van Drunen in Vorrunde 2 an NPV-Vize Volker Hübchen und NPV-Breiten­sport­mann Michael Schille-Schumacher gescheitert (9:10).

Mitspieler. – Der Mitspieler von Frank Köster (CdB Lübeck) heißt „Otto Mitspieler“ (Team 468, D-Turnier).

Knapp. – Trotz Zeitlimit endeten 27 der 512 Vorrunden-Matches (5,3 %) mit 13:12.

An alles gedacht.

Quelle: petanque-online.de, Fotos: Gisela Hintzmann, Archiv, Sönke Backens – 02.08.2026

palavas

Phänomen mit Zahnspange

Kantaros ChoochuayFür Kantaros Choochuay ist dieser Sonntag (02.08.) ein ungewöhnlicher „Arbeitstag“. Die 21-jährige Zahnspangen­trägerin mit modebewusster Social-Media-Präsenz steht im südfranzösischen Palavas-les-Flots in gleich drei hochklassig besetzten Halbfinals: im Tête-à-Tête, im Doublette und im Triplette. Und wie selbstverständlich folgte auch jeweils der Finalsieg. Der veranstaltende Club „Palavas Pétanque“ hatte sich entschieden, die span­nen­den Endphasen der am Donnerstag, Freitag und Sonnabend begonnenen Frauen-Turniere dem Publikum gesammelt am Sonntag zu präsentieren. Und die amtie­rende Dreifach-Weltmeisterin (1:1, 2:2, Tir) hielt, was sich der Veranstalter von ihr versprochen hatte. Ungerechter Mangel des bis hierher Gelesenen: Dass Choochuays thailändische Landsfrau Nantawan Fueangsanit (31) ebenfalls alle drei genannten Halbfinals erreichte, blieb unerwähnt.

Die drei Endspiele

1:1 > Kantaros Choochuay – Tairio Torea > 13:12

2:2 > Kantaros Choochuay, Natawan Fueangsanit – Adline Laurent, Mouna Beji > 13:1

3:3 > Kantaros Choochuay, Natawan Fueangsanit,Phantipha Wongchuvej – Margareta Labartino, Virginie Mirc, Melvine Berton > 13:1

Siehe Übersichtsseite: Startlisten und Resultate »

Auch sechs DPV-Kaderspielerinnen waren in Palavas (Dép. Hérault) am Start. Siehe Artikel weiter unten.

Foto: Facebook (K. Choochuay) – 02.08.2026

„Eat - Sleep - Petanca - Repeat“: Ist das die ultimative Erfolgsformel?

Travemünde 3:3

Ohne A-Finale am Montag?

Sylvain Ramon, Marc Wildeboer* und Didier Fifi vor kampflosem Masters-Sieg?

Nach 25 SIEGEN in Serie beim Travemünder Triplette hätten Backens, Laukart und Stentenbach eigentlich Grund zum Jubeln, zumal sie zuletzt „ein fantastisches Halbfinale gegen die National­mannschaft der Nieder­lande“ gespielt haben, so Backens gegenüber ptank.de. Nun aber fällt ein unschöner Schatten auf den Erfolg.

In allen vier Teilturnieren des DPV Masters von Travemünde sind die Halbfinals gespielt. Von den 482 Teams, die sich am SA 01.08. ab 9 Uhr im Brügmanngarten und an der Strandpromenade ans boulistische Werk gemacht hatten, sind noch acht im Rennen. Aber sie haben die Frage, ob sie am Montagvormittag ihr Finale bestreiten wollen bzw. können, nicht alle positiv beantwortet. Ausgerechnet im A-Turnier zieht sich Team Laukart (mit Sönke Backens und Robin Stentenbach) aus dem Turnier zurück, da andernfalls der Start bei der Masters-Etappe am Dienstag im spanischen Santa Susanna nicht zu schaffen wäre. Am Samstagabend war Matthias Rehberg, Chef der veranstaltenden CdB Lübeck, mit dem Verlauf noch vollauf zufrieden: „Der Plan, die Halbfinals bis Mitternacht zu spielen, scheint aufzugehen.“ Für die Finals am Montag habe sich der NDR angesagt.

Drei Teams mit DPV-Kaderspielern im Semifinale

Im A-1/4-Finale spielten mit Moritz Rosik und Matthias Laukart zwei, die schon am DI 04.08. im spanischen Santa Susanna zum fünften „Masters de Pétanque“ antreten müssen. Team Rosik bezwang das Berliner Team um Ex-DPV-Funktionär Hannes Bloch mit 13:9; Team Laukart (Sieger 2024 und 2025**) verbuchte ein 13:4 gegen den vierfachen HTT-Sieger Dominique Tsuroupa mit Kim und Jean-François Mores, ebenfalls aus Berlin. Dem EM-Spieler Sylvain Ramon (mit André Skiba und Didier Fifi) blieb ein Kräftemessen mit Bundestrainer Sebastian Lechner erspart, der im 1/8-Finale einem niederländischen Team den Vortritt ließ, das danach 4:13 verlor. Den letzten Halbfinalplatz sicherte sich das Team des Holländers Kees Koogje.

* Anmerkung. Statt André Skiba (BC Achern) laut Meldeliste spielt Marc Wildeboer;
** Anmerkung. 2025 fiel das A-Finale aus. Ein Münzwurf setzte Laukart, Backens und Stentenbach auf Platz 2.

Auch in der Turnierleitung sorgt Digitalisierung für entspannteres Arbeiten.

Die Software von Markus Himken (petanque-online) funktioniert – aus der Ferne betrachtet – weiter einwandfrei und dürfte einiges an Zeit eingespart haben.

NPV-Aktive unter den letzten 32 im A

Platz 17. Sati Albeirag, Matthias Helweg, Olaf Koszewski (TSV Krähen­winkel, siegten gegen Team Oscar Hodonou)

Platz 9. Martin Kuball, Reyhan Ocak, Mihaja M. (bc OHZ, Jever PC, ?)

Platz 17. Elfi und Uwe Bargmann, Sigrid Garner (PC Oldenburg, TSV Wallhöfen)

Platz 17.Barbara, Klaus und Sören Sölter (TuSG Wiedensahl, Foto unten)

Auch im A-1/16-Finale endete der Weg für drei weitere Nieder­sachsen, die mit Spielern aus anderen Landesverbänden angetreten waren: Jan Garner (bc Osterholz), Knut Geschermann (Klack 95 Osnabrück) und Thomas Hucke (Pétangueules).

Fotos: CdB Lübeck, Gisela Hintzmann, Klaus Sölter (auf Anfrage) – 31.08.2026

WM Jugend

Medaillen-Entscheidungen

Dreimal ging es am ersten August-Sonntag in Santa Susanna um Gold, Silber und Bronze für die durchweg als Mixtes formierten U18-Teams. Die WM-Titel sicherten sich Madagaskar (2:2), Thailand (3:3) und Frankreich (Team-Tir).


Doublette mixte

1/4-Finals. Italien – Malaysia 13:4 /// Spanien – Ungarn 13:4 /// Frankreich – Thailand 9:13 /// Dänemark – Madagaskar 7:13
1/2-Finals. Italien – Spanien 11:13 /// Thailand – Madagaskar 8:13
FINALE. Spanien – Madagaskar 6:13


Triplette mixte

1/4-Finals. Malaysia – Thailand 11:13 /// Japan – Belgien 4:13 /// Kanada – Frankreich 0:13 /// Madagaskar – Schweiz 13:4
1/2-Finals. Thailand – Belgien 13:2 /// Frankreich – Madagaskar 13:11 (in 2:05 h!)
FINALE. Thailand – Frankreich 13:0


Tir de Précision mixte

1/4-Finals. Frankreich – Monaco 29:22 /// Belgien – Italien 28:24 /// Türkei – Madagaskar 15:20 /// Thailand Spanien 22:12
1/2-Finals. Frankreich – Belgien 19:15 /// Madagaskar – Thailand 12:29
FINALE. Frankreich – Thailand 28:10; Weltmeister sind Kimberley Bousch und Dawson Herlemann.

2025 hatten sich Frankreichs Nachwuchs-Schützen nicht einmal fürs WM-1/4-Finale qualifiziert. Diesmal holten Kimberley Bousch und Dawson Herlemann Gold.

01.08.2026

Noch ältere Meldungen > News-Archiv 2026 - VII »
z