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Deutsche Meisterschaften

Covid-19: Alles abblasen?

Auslöser der im April 2020 geführten Diskussion war eine E-Mail von Karl-Heinz Wilken, Captain im Niedersach­senliga-Team des VfL Rastede. Er schrieb:

Mein Vorschlag wäre für dieses Jahr, alle Punktspiele, alle LMs, alle RLT und alle DMs abzusagen. Keiner von uns weiß genau, wie es weitergeht. Es macht in meinen Augen keinen Sinn alle Nachholtermine in den Herbst zu quetschen. Wie soll das funktionieren: Spieler in Risikogruppen; Anreise ohne Fahrgemeinschaft; Termine für den Herbst hat jeder vielleicht schon verplant. Nächstes Jahr beim Stand heute wieder anfangen. Sollten wir doch früher wieder loslegen können, haben wir ja genug Zeit für Training, Regelkunde und jede Menge Freundschaftsspiele. Eure Meinung dazu würde mich sehr interessieren.

Für- und Widerworte, falls es noch etwas
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REAKTIONEN (19)

Andrej Jost (München), 27.04. >  Der bayerische Verband ist seit heute Vorreiter und hat bereits den kompletten Ligabetrieb für 2020 abgesagt. Ab dem 01.07. wird es Empfehlungen geben, ob ein Turnierbetrieb dann noch sinnvoll erscheint. Aber angesichts bereits mir bekannter und infizierter Boulespieler halte ich eine Komplettabsage für sinnvoll. Einige Vorredner haben bereits genug Argumente vorgebracht, dass eine Abstandsregelung egal wo am Platz schwer einzuhalten wäre. Die vom DPV vorgebrachten Tipps sind zwar gut, aber ein Punkt bringt bestimmt eine Begrenzung von Turnierteilnehmern hervor: die Vermeidung von Fahrgemeinschaften zu Turnieren. Ich kenne einige Leute, die keinen Führerschein besitzen bzw. Turnierorte im ländlichen Bereich, in denen es keinen gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehr gibt. Eine Fahrgemeinschaft wäre da unabdinglich

Arnd Richarz (Rinteln), 25.04. >  Während Millionen von Arbeitnehmern, Kleinunternehmern und Gewerbetreibende um ihren Arbeitsplatz bzw. ihre pure Existenz fürchten, überlegt eine DFL, wie eine, ohnehin schon irreguläre Meisterschaft, beendet werden könnte. Und die Boulegemeinde liefert sich eine Argumenteschlacht, ob und wenn ja, welche Turniere abgesagt oder durchgeführt werden können, bzw. wann eine NEUE Saison beginnen kann! Damit wir uns nicht falsch verstehen, auch ich fiebere dem Tag entgegen, an dem wieder ein Turnier oder zumindest ein halbwegs normaler Trainingsbetrieb möglich ist. ABER, muss das ein Ranglistenturnier oder eine LM/DM sein? ODER wären wir nicht alle schon glücklich, überhaupt wieder auf dem Bouleplatz stehen zu können! Mein Vorschlag lautet daher: EINFRIEREN. Einfrieren der Ligasaison, einfrieren der Rangliste ... Wenn tatsächlich noch ein (Ranglisten-)turnier oder LM/DM statffinden kann, gibt es keine Ranglistenpunkte! 2021 starten wir mit dem aktuellen Stand von heute in Liga und Rangliste. Jeder kann, frei von einem eventuellen Druck Ranglistenpunkte zu verteidigen oder erzielen zu wollen, an einem Turnier teilnehmen oder eben nicht. Wir kommen im Boule zurück an den Punkt, was Boule ausmacht: Spaß am Spiel, auch Spaß am Wettkampf, aber vor allem Spaß an der Gemeinschaft!

Barbara und Klaus Sölter (Wiedensahl) schließen sich den Worten von Arnd Richarz an und möchten auf diesem Weg dazu ermuntern, den bisher eingeschlagenen Weg gemeinsam und positiv vorausschauend weiterzugehen.

Anmerkung des Moderators. Wer es - wie Arnd - problematisch findet, dass sich die Boulegemeinde eine Argumenteschlacht um die Wettkampfsaison liefert, während Millionen von Berufstätigen um ihre Existenz bangen, hätte es bei dieser Kritik bewenden lassen sollen. Sich anschließend selbst an der kritisierten Debatte zu beteiligen, erscheint widersprüchlich. (UB)

Oliver Sellmann-Langer (Hannover), 23.04. >   Beim Lesen der bisherigen Meinungen, ist mir aufgefallen, wie zerrissen sich doch die Boule­gemeinde präsentiert. Natürlich gilt momentan für uns alle Safety First,zu Recht! Aber jetzt schon ALLE Tätigkeiten im Kugelschmeißbuisines ad acta zu legen, halte ich für blinden Aktionismus. 1. Zu den wirklich guten Vorschlägen gehört die Idee von Andre Reinhart, vermehrt auf Tête-Turniere zu setzen, da es in dieser Hinsicht viel zu wenige im Jahr gibt. 2. Mehr Schiedsrichter­lehrgänge sind auch OK. Ich selber spiele auch seit Längerem mit dem Gedanken teilzunehmen, allerdings möchte ich noch mind. 2 Jahre in Ruhe RL-Turniere und Meisterschaften spielen, ohne mal eben vom NPV vergattert zu werden, irgendwo zu schiedsen ... und das ist wohl bei den meisten das Problem, deshalb melden sich auch so wenig Spieler zu den Lehrgängen an ... 3. Und jetzt kommt ein großes ABER: Der Vorschlag, dass ab nächster Saison jeder Verein pro gemeldeter Mannschaft einen Schiri stellen muss, ist im Falle meines Vereins absolut unrealistisch, da wir über SIEBEN Ligamannschaften verfügen! Wo sollen wir denn so viele Schiris ausbud­deln? Wir haben drei, das muss reichen... oder wird man sonst vom Ligabetrieb ausgeschlossen? 4. Der Meinung von Bernd Janßen kann ich mich nur bedingt anschließen, da Travemünde und Fehmarn wirklich große Veranstaltungen sind, deren Orgaaufwand beachtlich ist, und eine Verlegung in den August/September sicher schwer zu händeln ist. Anders sieht das beim Lion Rouge aus, das mit 128 Teilnehmern doch recht übersichlich ist und bestimmt auch leichter verlegt werden kann. Ich vertraue und hoffe da auf Nils und sein Team! Dieser Verzicht wäre der Supergau (subjektive Meinung) 5.Ich kann auch visionäre, wenn auch nicht umsetzbare Vorschläge machen: Wie wäre es,wenn ab nächster Saison in Ligaspielen nur noch zwei Doublettes und ein Triplette gespielt werden?

Roland Netter (Neuburg, Bayern), 22.04. >  Ich weiß nicht, ob es etwas Neues ist, aber ich möchte mich noch einmal zu Wort melden, um es los zu werden. Wir wissen, dass politische Entscheidungen nicht generell Ausdruck der Vernunft sind, sondern häufig durch den Druck gesellschaftlicher Egoismen erzwungen werden. Was ist falsch oder schlimm dran, wenn unser organisierter Sport Verantwortung übernimmt und vorübergehend seine Ansprüche zugunsten der Allgemeinheit freiwillig zurückschraubt und damit ein klein wenig Druck aus dem überlasteten System nimmt. Gesellschaftliche Verantwortung ist eben nicht nur Privatsache, wir stehen auch mit unseren Organisationen in der Pflicht. Muss um jedes Turnier gefeilscht werden? Sind wir als Bouler nur noch Konsumenten, die rücksichtslos ihre vermeintlichen Rechte einfordern müssen? Unsere Sportverbände werden von der Allgemeinheit stets gut mit Steuergeldern alimentiert. Wir brechen uns keinen Zacken aus der Krone, wenn wir uns unaufgefordert dem Gemeinwesen gegenüber in einer Ausnahmesituation erkenntlich zeigen. Boule geht wegen ein paar verpasster Turniere nicht unter. Unser Sport kann, für eine Übergangszeit, auch im kleinen Rahmen, seinen sozialen und gesundheitlichen Auftrag ganz gut erfüllen. Möchten Organisatoren, Vereine, Verbände wirklich die von Fachleuten befürchtete, „zweite Welle riskieren“.

Anmerkung des Moderators. Aus meiner Sicht unzulässig ist es, dass Roland die Gegner eines vorzeitigen Saisonabbruchs in die Ecke rücksichts­loser Konsu­menten stellt, die um jedes Bouleturnier feilschen wollen und die gesellschaftliche Verantwortung zur CoViD-19-Bekämpfung zur Privatsache erklären. Moralisch verwerfliche Haltungen erkenne ich in keinem Beitrag. Das habe ich Roland per E-Mail so mitgeteilt. Seine Antwort endete mit dem Satz: Wenn ich mich bei der Wahl meiner Worte (rücksichtslos) vergriffen habe, tut mir das allerdings leid. (UB)

Reinhold Schwander (HB), 22.04. >  Ich kann es ebenfalls nicht verstehen, wenn einige Spieler - auch der DPV - mit ihren Ängsten schon vorpreschen. Wir sollten erst einmal die Entscheidungen der Landesregierungen und des Landessportbundes abwarten, wie mit dem Freizeitsport umgegangen wird. Auch ich halte einen Ligabetrieb in diesem Jahr für unrealistisch. Zumal es sich um einen Mannschaftssport handelt und voraussichtlich nicht alle Mannschaften antreten können/wollen. Alle anderen Turniere wie Landes­meisterschaften, RL-Turniere oder Freizeiturniere können durchaus statt­finden. Vorausgesetzt natürlich, es finden sich Vereine, die etwas ausrichten. Es ist jedem Einzelnen völlig freigestellt, ob er sich zu einem Turnier anmeldet und daran teilnehmen möchte oder seine Freizeit anderweitig genießt. An einer LM z. B. kann Frau/Mann teilnehmen - muss aber nicht. Sicherlich müssen aus Respekt vor anderen Spielern die vorgegebenen Abstands- und Hygieneregeln unbedingt eingehalten werden. Auch ich gehöre vom Alter her und mit einer Lungen-Erkrankung (Asthma) zur Risikogruppe. Nur, ich entscheide für mich alleine, ob ich Pétanque spielen gehe oder mich lieber aufs Fahrrad setze.

Thomas Berger (OL), 22.04. > . Ich bitte um Nachsicht, dass auch ich mich noch einmal zu Wort melde. Die individuelle Besorgnis der Mitglieder muss sehr wohl für verbands­politischer Entscheidungsgründe in Betracht gezogen werden. 1. Ein vorauseilendes Veranstal­tungs­verbot sehe ich hier bei den meisten Meldungen nicht, sondern die Forderung nach Absage der Saison (Liga, LM/DM, RLT). Viele schreiben, dass, sollte es die Situation zulassen, man auch wieder (kleinere) Turniere spielen möchte. 2. "Ohne allzu langfristige Fest­le­gungen und immer wieder neu nach­zu­steuern" lähmt m. E eher die Leute. Kaum wurde vom DPV angesagt, dass bis Juni nicht viel passieren wird, ist die Szene wunderbar kreativ geworden und bsplw. das "Corona-Schießen" von Petanque-Aktuell entstanden. 3. Wie wir "die nötige Abstands­disziplin uns gegenseitig zutrauen dürften", erschließt sich mir leider bei 2:2 oder gar 3:3-Turnieren nicht. Schon bei der Anmeldung, auf den Toiletten oder im Cateringbereich kommt es unweigerlich zu engeren Kontakten, beim Auslosen, beim Messen usw.usw. Der Vergleich zu Golf und Tennis hinkt ganz gewaltig, da in diesen Sportarten viel mehr Spielfläche für deutlich weniger Sportler zur Verfügung steht. 4. Man sollte bsplw. die Rangliste diese Jahr einfrieren und auch keine Ranglistenpunkte verteilen, dann ist es fair für jeden einzelnen zu entscheiden, ob man an einem doch stattfindenden Turnier teilnehmen möchte, ob mit oder ohne Helm ...

Ingo Botterbrodt (WHV), 21.04. >  Ich kann nicht verstehen, dass es Forde­rungen gibt, bestimmte Turniere „sofort“ abzusagen. Schön, dass Veran­stalter hier nicht vorschnell entscheiden, sondern mit viel Fingerspitzen­gefühl die Lage immer wieder neu bewerten. Wenn es die Situation und Gefahrenlage verlangt, ist eine Absage im Sinne der Gesundheit natürlich die logische Konsequenz.

Ulli Brülls (HB), 21.04. >  Ich bitte um Nachsicht, dass ich mich noch einmal zu Wort melde. Aber wo sich individuelle Besorgnis als verbands­politischer Entscheidungsgrund tarnt, sind doch ein paar Klarstellungen angezeigt. 1. Wir sind keine Pandemie-Politiker, sondern als Privatper­sonen ebensow wie als Verbands- oder Vereinsfunktionäre gehalten, die staatlich vorgegebenen Maßnahmen zur CoViD-19-Bekämpfung akkurat umzusetzen. Mehr allerdings, also z. B. ein vorauseilendes Veranstal­tungs­verbot, ergibt sich daraus nicht. 2. Soweit es die staatlichen Kontaktbeschränkungen und Hygiene-Vorschriften zulassen, bleibt der Sport aufgefordert, seinem sozi­alen und gesundheitlichen Auftrag weiter nachzukommen. Vergleiche dazu das aktuelle Corona-Papier des DOSB »3. Politik und die sie beratende Wissenschaft haben gute Gründe, den aktuellen Prozess kleinschrittig, ohne allzu langfristige Fest­le­gungen zu steuern und immer wieder neu nach­zu­steuern. 4. Pétanque und physical distancing sind vereinbar; die nötige Abstands­disziplin dürften wir uns gegenseitig zutrauen. Golf und Tennis schwingen in mehreren Bundesländern schon wieder die Schläger. 5. Jede:r einzelne muss weiterhin sein individuelles Risiko-Management betreiben und z. B. entscheiden, ob sie/er ohne Helm Fahrrad fährt, in eine volle Straßenbahn einsteigt, Zigaretten raucht oder demnächst ggf. an einem Boule-Turnier teilnimmt. Das gute Recht, unabhängig von staatlichen Corona-Regeln daheim zu bleiben, wird hier jedenfalls nicht in Frage gestellt.

Andre Reinhart (HB), 21.04. > Ich bin der Meinung, dass die Ligasaison komplett für dieses Jahr aussetzt. Ebenfalls sollten die großen Turniere (LM's,RLT) abgesagt werden mit der Ausnahme der Tête- und Tireur-Meisterschaft. Ich schlage vor, diese Saison mehr Tête-Turniere anzubieten. Diese sollten nicht mehr als 32 Teilnehmende umfassen und könnten als Bezirksmeisterschaften laufen und die besten 32 qualifizieren sich für die LM. Ebenso sollten mehr Tir-de-Précision-Wettbewerbe durchgeführt werden. Als großer Freund des Sportabzeichens sollte der NPV ebenfalls an den nun frei werdenden Terminen hierfür Termine anbieten. Ferner sollten nunmehr Schiedsrichterlehrgänge angeboten werden (mindestens drei Stück). Gleichzeitig sollte jeder Verein pro angemeldeter Mannschaft einen Schiedrichter/in stellen für die kommende Saison. Auch Trainerlehrgänge sollten durchgeführt werden, wie der Lehrgang Anfang August in Schüttorf. Jetzt wäre die Zeit genau diese Dinge in Angriff zu nehmen und das ist überschaubarer, als wenn Mannschaften im Wettbewerb stehen. Bei einer Triplette-Meisterschaft mit 64 Mannschaften kommen schon 200 Personen und mehr zusammen, da sollten wir nur Veranstaltungen anbieten, wo nicht mehr als 32 Personen bei einem Turnier sind. Lehrgänge sollten auch auf 12 TN beschränkt werden und bei Tireur-Meisterschaften und Sportabzeichen kann man auch besser die Personenströme kanalisieren.

Bernd Janßen (Oldenburg), 21.04. > . Ich möchte mich den Worten von Hans-Hermann Husmann voll anschließen. Auch falls unerwarteter Weise in naher Zukunft doch noch Turniere stattfinden sollten, kann ich mir nicht vorstellen, dass Personen, die der Risikogruppe angehören, sich der Gefahr aussetzen werden, um an den Spielen teilzunehmen. Meines Erachtens sollten deshalb auch sofort u. a. die Turniere Lion-Rouge, Fehmarn und Travemünde abgesagt werden. Georgsmarienhütte hat es bereits vor einiger Zeit mit der Absage des Apfelbaum-Turniers, sowie des Eisen- und Stahl-Turniers vorgemacht.

Roland Netter (Neuburg, Bayern), 21.04. > . Wir sollten nicht vergessen, dass Menschenleben auf dem Spiel stehen. Es ist in letzter Zeit häufig von Systemrelevanz die Rede. Auf einer Systemrelevanzskala ist ein Menschleben ganz oben und ein Bouleturnier, gleich welcher Größenord­nung, ziemlich am Ende angesiedelt. Viele Leute haben ernsthafte Probleme. Wir müssen unser Freizeitvergnügen nicht so wichtig nehmen. Allez 2021!

Hans-Hermann Husmann (Varel), 21.04. > . Man muß kein Hellseher sein, um sich darüber im Klaren zu sein, dass zumindest die Risiko­gruppen, und die sind beim Pétanque stark vertreten, zumindest bis Mitte 2021 weiterhin nahe Kontakte meiden sollten, es sei denn, ein Impfstoff kommt überraschend um die Ecke. Fazit: Alles absagen bis zunächst Anfang 2021.

Reinhard Schwertfeger (Lübeck), 21.04. >  Moin Ulli, ich bin ganz deiner Meinung. Die Ligasaison sollte einheitlich und bundesweit gestrichen werden. Evtl. Nachholtermine im Herbst oder sogar Winter (dann Halle) führen zu einem absoluten Durcheinander und wohl auch Wettbewerbs­verzerrungen. Schließlich hat jeder die Saison mit feststehenden Ligater­minen für sich geplant, das ist ja gerade das Gute an dem „festen“ Terminkalender. Dann wieder alle unter einen Hut zu bringen ( Beruf / Familie und falls überhaupt möglich Urlaub ) m. E. ein Unding. Mal wird das eine Team sagen, an dem Termin nun wirklich nicht, dann wieder ein anderes. Und falls wir in den nächsten Monaten wieder „normal“ spielen dürfen – warum nicht im Herbst eine DM Frauen oder Ü55 zum geplanten Termin? Ansonsten hätte ich keine Angst dann genügend Gelegenheiten bei evtl. wieder stattfindenden Turnieren zu finden. Und 2021 geht es hoffentlich mit einer tollen Saison und einem spannenden Ligabetrieb wieder los.

Ralf Scherer (Worms), 21.04. > . Ich bin auch der Meinung man sollte alle Wettbewerbe in allen Landesverbänden für 2020 absagen - dazu wäre es hilfreich, wenn vom DPV eine klare Empfehlung (oder auch Festlegung) an alle LV gegeben würde! Das würde auch dem entsprechen, was sich die meisten Bürger beim Zusammenspiel der Regierung und den Bundes­ländern wünschen würden, klare einheitliche Vorgehensweisen.

Ulli Brülls (HB), 21.04. >  Die ganze Saison 2021 per Verbandsorder in die Tonne zu knicken hat vor allem einen Vorteil: Bequemlichkeit – alle Über­legungen (und Hoffnungen) werden überflüssig. Gute Gründe sehe auch  ich für die Absage der Liga-Saison; die unvermeidlichen Nachholtermine würden unlösbare Probleme aufwerfen. Gute Gründe gibt es auch für eine vorausschauende Absage von Meisterschaften, wie es der DPV ja zunächst bis Ende Juni (!) schon getan hatte. Dem sollten sich die Lan­des­verbände endlich vorbehaltlos anschließen können. Aber anders als Kalle Wilken bin ich kein Hellseher, der heute schon weiß, welche Kontaktbe­schränkungen im Spät­sommer und Herbst gelten werden. Welchen Gewinn es brächte, jetzt schon die LM Frauen (September) oder das RL-Turnier in Koldingen (Oktober) abzusagen, erschließt sich mir daher nicht. Die Entscheidungs­schwäche des NPV muss m. E. nicht mit voreiliger Absagerits gekontert werden.

Thomas Berger (OL), 21.04. > . Ich habe den NPV schon vor Wochen gebeten, mit der Eierei aufzuhören und klare Ansagen zu machen. Dies ist nicht passiert, sondern es wird weiter mit den Hoffnungen und Ängsten der Mitglieder gespielt und deren Gesundheit. Auch an anderer Stelle habe ich als einfachste aller Optionen bereits einen Saisonabbruch vorgeschlagen. Das Boulespielen kann m. E. vorerst nur als Tête mit genügend Abstand (bsplw. auf jeder zweiten Bahn), lokal, nur in den Vereinen anfangen. Alles weiter nach hinten zu verschieben bringt noch mehr KuddlMuddl.

Andre Reinhart (Bremen, 21.04) fragt nach Erkennt­nissen, ob sich Virentracht von einer Boulekugel auf eine andere (press liegende) Kugel übertragen kann.

Manuela Rittrich (OL), 21.04. > . Die Risikogruppen machen einen bedeu­tenden Teil der Spieler*innen aus. Alles absagen ist bestimmt die schwierigste, aber die sicherste Entscheidung. Leider zeigen nach Montag bereits, dass die „Lockerungen“ dazu geführt haben, die Ernsthaftigkeit aus den Augen zu verlieren und sich weiterhin an die Empfehlungen zu halten. Ferner glaube ich, dass viele kein wirkliches Wissen haben, was noch kommen kann. Boule ist nicht alles, die Gesundheit innerhalb der Familien, Freunde, Boulespieles*innen und von einem selbst geht vor. Ich hoffe, wir sehen uns alle gesund wieder und sorgen mit einer gewissen Ernsthaftigkeit auch selber dafür.

Gisela Hintzmann (Bremen), 20.04. > .Ich bin der gleichen Meinung wie Kalle Wilken. Wenn sich tatsächlich bis Ende August die Lage so entspannen sollte, dann werden Freundschaftsspiele immer noch für Spaß sorgen.

Uwe Emde (Varel), 20.04. > Moin alle zusammen, ich schließe mich der Meinung von Kalle an, alle Termine des NPV und DPV für dieses Jahr abzusagen. Machen wir uns doch nichts vor, wenn wir wieder alle losge­lassen werden, gibt es Nachholbedarf auf allen Ebenen, Urlaub, Feiern usw., da bleiben bis Jahresende kaum noch Wochenenden, um Meisterschaften zu spielen. Ich wünsche mir, dass wir uns nächstes Jahr wieder voll reinhängen

Letzter Beitrag: 25.04.2020